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Jüdisches Museum
Schon lange vor der Eröffnung des Jüdischen Museums gehörte der Neubau in der Kreuzberger Lindenstraße zu den vielbesuchten Highlights der Hauptstadt.
Die spektakuläre expressionistische Architektur von Daniel Libeskind machte den noch leeren Bau zu einem Besuchermagneten. Der amerikanische Architekt wollte mit der verwinkelten Gestaltung des Gebäudes die Zerstörung jüdischen Lebens in Deutschland physisch erlebbar machen. Der Zickzack-Grundriss stellt einen zerissenen Davidstern dar. Die schrägen, bizarren Fenster scheinen die Zinkhaut des Museums zu zerschneiden.
Genial ist die Anordnung der Innenräume. Nirgendwo gibt es eine klare Struktur, leere Betonschächte stehen im Gebäude wie sperrige Barrieren. Diese „voids“ erinnern an die brutale Vernichtung der Juden während der NS-Diktatur.
Zur 2000-jährigen Geschichte der deutschen Juden präsentiert eine umfangreiche Sammlung im Museum eine Vielzahl an Objekten und Bildern, die das Alltagsleben und die besondere Rolle des Judentums in Deutschland darstellen.